MWST
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Wem wird eine Leistung für die Schweizer MWST zugerechnet?
Für die MWST gilt eine Leistung grundsätzlich als von der Person erbracht, die nach aussen als Leistungserbringerin auftritt. Handelt jemand im Namen und für Rechnung einer anderen Person, wird die Leistung der vertretenen Person zugerechnet, aber nur unter den in Art. 20 Abs. 2 genannten Voraussetzungen.
Belegte Antwort lesenUnter welchen Voraussetzungen darf ein Unternehmen Vorsteuer nach Art. 28 MWSTG abziehen?
Nach Art. 28 MWSTG kann die steuerpflichtige Person Vorsteuer im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit abziehen, unter Vorbehalt der Artikel 29 und 33. Erfasst sind die in Rechnung gestellte Inlandsteuer, die deklarierte Bezugsteuer sowie bestimmte Einfuhrsteuern. Der Abzug nach Absatz 1 ist zulässig, wenn die steuerpflichtige Person nachweist, dass sie die Vorsteuer bezahlt hat.
Belegte Antwort lesenWelche Grundregel und welche ausdrücklich steuerbaren Ausnahmen nennt Art. 21 MWSTG für ausgenommene Leistungen?
Art. 21 MWSTG nennt als Grundregel: Eine von der Steuer ausgenommene Leistung ist nicht steuerbar, wenn für ihre Versteuerung nicht nach Artikel 22 optiert wird. Der Artikel nennt daneben ausdrücklich steuerbare Ausnahmen innerhalb einzelner Ausnahmetatbestände, etwa bei bestimmten Lieferungen im Gesundheitsbereich, einzelnen Finanzumsätzen und bestimmten Immobilienvermietungen; weitere ausgenommene Leistungen sind im Artikel selbst aufgezählt und müssen im Volltext geprüft werden.
Belegte Antwort lesenWelche Steuerperiode gilt nach Art. 34 MWSTG für die MWST-Abrechnung?
Nach Art. 34 MWSTG wird die Steuer je Steuerperiode erhoben. Als Steuerperiode gilt das Kalenderjahr. Auf Antrag gestattet die ESTV der steuerpflichtigen Person, stattdessen das Geschäftsjahr als Steuerperiode heranzuziehen.
Belegte Antwort lesenWelche Leistungen sind nach Art. 23 MWSTG von der Schweizer MWST befreit?
Art. 23 MWSTG befreit bestimmte grenzüberschreitende Lieferungen und Dienstleistungen von der Steuer. Dazu gehören insbesondere direkte Ausfuhren, bestimmte Nutzungsüberlassungen mit überwiegender Nutzung im Ausland, einzelne Zoll- und Logistikfälle, bestimmte Leistungen im Luftverkehr, Vermittlungs- und Reisebüroleistungen mit Auslandsbezug, bestimmte Goldumsätze sowie Plattformfälle. Weitere Einzelheiten und Qualifikationen stehen im vollständigen Artikel.
Belegte Antwort lesenWelche Leistungen unterliegen grundsätzlich der Schweizer MWST?
Grundsätzlich unterliegen der Inlandsteuer die im Inland durch steuerpflichtige Personen gegen Entgelt erbrachten Leistungen. Sie sind steuerbar, soweit das MWSTG keine Ausnahme vorsieht. Bestimmte Mittelflüsse gelten mangels Leistung namentlich nicht als Entgelt und fallen deshalb nicht unter diesen Grundsatz.
Belegte Antwort lesenWann haften Personen solidarisch für MWST-Schulden in der Schweiz?
Solidarische Mithaftung für MWST-Schulden besteht nach Art. 15 MWSTG in bestimmten gesetzlich geregelten Fällen neben der steuerpflichtigen Person, etwa bei bestimmten Gesellschaftsformen, innerhalb einer Mehrwertsteuergruppe, bei Unternehmensübertragung sowie in besonderen Liquidations-, Wegzugs- und Sicherheitsfällen. Daneben nennt die Bestimmung auch subsidiäre Haftung in einzelnen Konstellationen.
Belegte Antwort lesenWie funktioniert die MWST-Abrechnung nach Saldosteuersätzen oder Pauschalsteuersätzen gemäss Art. 37 MWSTG?
Gemäss Art. 37 MWSTG kann eine steuerpflichtige Person unter bestimmten Voraussetzungen nach der Saldosteuersatzmethode abrechnen: bei jährlich nicht mehr als 5 024 000 Franken Umsatz aus steuerbaren Leistungen und nicht mehr als 108 000 Franken Steuern, berechnet nach dem für sie massgebenden Saldosteuersatz. Gemeinwesen und verwandte Einrichtungen sowie Vereine und Stiftungen können nach der Pauschalsteuersatzmethode abrechnen; die Einzelheiten regelt der Bundesrat.
Belegte Antwort lesenWo liegt der Ort der Dienstleistung für die Schweizer MWST?
Grundsätzlich liegt der Ort der Dienstleistung dort, wo der Empfänger oder die Empfängerin den Sitz der wirtschaftlichen Tätigkeit oder die Betriebsstätte hat, für welche die Dienstleistung erbracht wird; fehlt ein solcher Ort, ist Wohnort oder üblicher Aufenthalt massgebend. Für bestimmte Dienstleistungen gelten besondere Ausnahmen nach Art. 8 Abs. 2 MWSTG.
Belegte Antwort lesenWelche Voraussetzungen gelten für den Verzicht auf die Befreiung von der MWST-Pflicht und wie lange muss er gelten?
Ein Verzicht ist nur für Personen möglich, die ein Unternehmen betreiben und nach Artikel 10 Absatz 2 oder 12 Absatz 3 von der Steuerpflicht befreit sind. Der Verzicht muss mindestens während einer Steuerperiode gelten. Vor einer Umsetzung sollte geprüft werden, ob die eigene Befreiung genau auf diesen Bestimmungen beruht.
Belegte Antwort lesenWann kann ein Unternehmen ausgenommene Leistungen freiwillig der MWST unterstellen?
Ein Unternehmen kann grundsätzlich jede von der Steuer ausgenommene Leistung freiwillig versteuern, indem es die Steuer offen ausweist oder die Leistung in der Abrechnung deklariert. Das gilt nur unter Vorbehalt der gesetzlichen Ausschlüsse: Für bestimmte Leistungen ist die Option ausgeschlossen, und bei Leistungen nach Artikel 21 Absatz 2 Ziffern 20 und 21 zusätzlich dann, wenn der Gegenstand vom Empfänger oder von der Empfängerin ausschliesslich für Wohnzwecke genutzt wird oder genutzt werden soll.
Belegte Antwort lesenWie wird eine nachträgliche Änderung der Umsatzsteuerschuld oder des Vorsteuerabzugs nach Art. 41 MWSTG behandelt?
Nach Art. 41 MWSTG ist bei einer späteren Korrektur des bezahlten oder vereinbarten Entgelts die Umsatzsteuerschuld anzupassen. Massgeblich ist der Zeitpunkt, in dem die Korrektur verbucht oder das korrigierte Entgelt vereinnahmt wird. Wird das von der steuerpflichtigen Person aufgewendete Entgelt korrigiert, ist der Vorsteuerabzug anzupassen, und zwar im Zeitpunkt, in dem die Korrektur verbucht oder das korrigierte Entgelt bezahlt wird.
Belegte Antwort lesenWie wird ein Geschäft mit mehreren Leistungen für die Schweizer MWST behandelt?
Nach Art. 19 MWSTG werden voneinander unabhängige Leistungen grundsätzlich selbstständig behandelt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Kombination einheitlich nach der überwiegenden Leistung behandelt werden. Wirtschaftlich eng zusammengehörende, unteilbare Leistungen gelten als ein einheitlicher wirtschaftlicher Vorgang; Nebenleistungen folgen der Hauptleistung.
Belegte Antwort lesenWas ist die effektive Abrechnungsmethode nach Art. 36 MWSTG?
Nach Art. 36 MWSTG ist grundsätzlich nach der effektiven Abrechnungsmethode abzurechnen. Dabei ergibt sich die Steuerforderung aus der Differenz zwischen der geschuldeten Inlandsteuer, der Bezugsteuer (Art. 45) sowie der im Verlagerungsverfahren deklarierten Einfuhrsteuer (Art. 63) und dem Vorsteuerguthaben der entsprechenden Abrechnungsperiode.
Belegte Antwort lesenWie wird die Bemessungsgrundlage der Schweizer MWST bestimmt?
Die Bemessungsgrundlage ist grundsätzlich das tatsächlich empfangene Entgelt. Dazu gehören namentlich auch der Ersatz aller Kosten sowie von der steuerpflichtigen Person geschuldete öffentlich-rechtliche Abgaben. Für bestimmte Konstellationen und einzelne Ausschlüsse nennt Art. 24 besondere Regeln.
Belegte Antwort lesenWann wird ein Schweizer KMU mehrwertsteuerpflichtig?
Ein Schweizer KMU wird nach dem zitierten MWSTG grundsätzlich mehrwertsteuerpflichtig, wenn es ein Unternehmen betreibt und entweder Leistungen im Inland erbringt oder Sitz, Wohnsitz oder Betriebsstätte im Inland hat. Von der Steuerpflicht befreit ist es insbesondere, wenn es innerhalb eines Jahres im In- und Ausland weniger als 100 000 Franken Umsatz aus nicht nach Artikel 21 Absatz 2 ausgenommenen Leistungen erzielt.
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